Was ändert sich am 1. Jänner 2027?

Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) wird die Verrechnung der Stromnetzkosten in Österreich grundlegend umgebaut. Bisher zählte fast nur, wie viel Strom Sie verbrauchen (kWh). Ab 1.1.2027 zählt zusätzlich, wie viel gleichzeitig: Verrechnet wird die höchste Viertelstunden-Leistung des Monats – gemessen von Ihrem Smart Meter.

Konkret geplant ist eine zweistufige Struktur: Bis 10 kW Monatsspitze gilt der normale Leistungspreis, jedes Kilowatt darüber kostet den doppelten Satz. Ein einziger unbedachter Abend – E-Auto ansteckt, Sauna aufgeheizt, gekocht – setzt die Spitze für den ganzen Monat.

15 min
Die höchste Viertelstunde des Monats bestimmt Ihre Netzkosten
10 kW
Grenze – darüber gilt der doppelte Leistungspreis
+21 %
Mehrkosten für E-Auto-Haushalte mit ungesteuertem Laden*
−8,5 %
Ersparnis für denselben Haushalt mit gesteuertem Laden*

* Beispielrechnungen der Regulierungsbehörde E-Control (Juli 2026) für einen Haushalt mit 7.000 kWh Jahresverbrauch. Die endgültigen Tarife legt die E-Control per Verordnung fest; die Umstellung erfolgt schrittweise über mehrere Jahre.

Die Beispielrechnung: ein ganz normaler Winterabend

18:30 Uhr in einem modernen Einfamilienhaus

Ohne Lastmanagement
Alle Geräte laufen, wann es gerade passt
Wallbox – E-Auto lädt sofort11 kW
Sauna heizt auf8 kW
E-Herd + Backrohr5 kW
Wärmepumpe heizt4 kW
Monatsspitze28 kW
10 kW zum normalen Satz + 18 kW zum doppelten Satz. Diese eine Viertelstunde bestimmt die Netzkosten des gesamten Monats.
Mit Lastmanagement
Dieselben Geräte, intelligent koordiniert
E-Herd + Backrohr5 kW
Wärmepumpe heizt4 kW
Sauna – startet automatisch nach dem Kochen0 kW
Wallbox – lädt ab 22 Uhr mit 5 kW, früh voll0 kW
Monatsspitze< 10 kW
Alles bleibt beim Alten: Auto voll, Sauna heiß, Essen am Tisch. Nur die Gleichzeitigkeit ist weg – und damit die teure Spitze.

Laut E-Control werden rund 75 % der Haushalte entlastet – aber nur, wenn die Lastspitzen im Griff sind. Genau dafür gibt es Lastmanagement.

Wer ist betroffen? Praktisch jeder moderne Haushalt.

Die neue Tarifstruktur trifft nicht die Industrie – die hat längst Energiemanagement. Sie trifft Häuslbauer und Sanierer mit moderner Technik:

Die gute Nachricht: Es geht nie um Verzicht, sondern nur um Gleichzeitigkeit. Und Gleichzeitigkeit kann man steuern.

Unsere Lösung: Lastmanagement mit KNX & Home Assistant

Herstellerübergreifend, automatisch, ohne Komfortverlust

🚗

Gesteuertes E-Auto-Laden

Die Wallbox lädt automatisch nachts mit reduzierter Leistung oder tagsüber mit PV-Überschuss – morgens ist das Auto trotzdem voll.

Spitzenwächter

Die Steuerung überwacht Ihre Gesamtleistung in Echtzeit. Droht die Monatsspitze zu steigen, werden flexible Verbraucher automatisch kurz reduziert.

🔋

Peak-Shaving mit Speicher

Ihr Batteriespeicher deckt Lastspitzen aus der Batterie ab, statt sie aus dem Netz zu ziehen – richtig dimensioniert auf Leistung, nicht nur Kapazität.

🔄

Priorisierung

Sauna vor Wallbox? Pool nur bei Sonne? Sie legen die Prioritäten fest – die Automatisierung hält sie ein, ganz ohne Ihr Zutun.

PV-Überschuss nutzen

Pool-Pumpe, Boiler und E-Auto laufen bevorzugt, wenn Ihre PV-Anlage liefert – das senkt Spitzen und Stromkosten gleichzeitig.

📊

Monitoring wie der Netzbetreiber

Sie sehen Ihre Viertelstunden-Werte live in der Visualisierung – dieselben Daten, nach denen ab 2027 abgerechnet wird. Keine Überraschung auf der Rechnung.

Wir verbinden Wallbox, Wärmepumpe, Wechselrichter, Speicher und Haustechnik herstellerübergreifend – per KNX im Neubau, per Home Assistant im Bestand, oder kombiniert. Bestehende KNX-Anlagen rüsten wir nach, auch wenn sie ein anderer Betrieb gebaut hat.

Unterm Strich: Hier sparen Sie wirklich Geld – Jahr für Jahr.

Zwischen ungesteuertem (+21 %) und gesteuertem Betrieb (−8,5 %) liegen laut E-Control rund 30 Prozentpunkte bei den Netzkosten – und zwar nicht einmalig, sondern auf jeder Stromrechnung, jedes Jahr aufs Neue. Ein einmal eingerichtetes Lastmanagement arbeitet danach vollautomatisch für Sie.

Häufige Fragen zu Netzentgelten 2027 & Lastmanagement

Was ändert sich ab 1. Jänner 2027 bei den Netzentgelten?

Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) werden die Netzentgelte in Österreich umgebaut: Statt nur der verbrauchten Kilowattstunden zählt künftig auch die höchste Viertelstunden-Leistung des Monats (in kW). Wer viele Großverbraucher gleichzeitig laufen lässt, zahlt mehr – wer den Verbrauch verteilt, spart. Die Umstellung erfolgt schrittweise über mehrere Jahre.

Was bedeutet die 10-kW-Grenze beim neuen Leistungstarif?

Geplant ist eine zweistufige Struktur: Für die Monatsspitze bis 10 kW gilt der normale Leistungspreis, für jedes Kilowatt darüber der doppelte Satz. Ein Winterabend mit E-Auto-Ladung, Wärmepumpe, Herd und Sauna erreicht schnell 25 kW und mehr – genau diese Spitzen werden teuer.

Bin ich mit E-Auto, Wärmepumpe, Pool oder Sauna betroffen?

Ja, praktisch jeder moderne Haushalt ist betroffen. Eine Wallbox lädt mit bis zu 11 kW, eine Sauna braucht 6 bis 9 kW, dazu Wärmepumpe, Herd und Pooltechnik. Laufen mehrere dieser Verbraucher gleichzeitig, entsteht eine hohe Monatsspitze. Die E-Control rechnet vor: Ein E-Auto-Haushalt mit ungesteuertem Laden zahlt rund 21 Prozent mehr, mit gesteuertem Laden dagegen rund 8,5 Prozent weniger als heute.

Was ist Lastmanagement und wie funktioniert es?

Ein Lastmanagement- bzw. Energiemanagementsystem koordiniert Ihre großen Verbraucher automatisch: Das E-Auto lädt gesteuert in der Nacht oder mit PV-Überschuss, die Sauna pausiert, solange die Wallbox lädt, der Batteriespeicher kappt Spitzen. Sie verzichten auf nichts – die Geräte laufen nur nicht mehr alle gleichzeitig. Wir setzen das herstellerübergreifend mit KNX und Home Assistant um.

Geht Lastmanagement auch ohne KNX-Anlage?

Ja. In Häusern ohne KNX setzen wir auf Home Assistant, das Wallboxen, Wärmepumpen, Wechselrichter und smarte Steckdosen vieler Hersteller verbindet. Bestehende KNX-Anlagen rüsten wir mit Lastmanagement-Funktionen nach – auch wenn ein anderer Betrieb die Anlage installiert hat.

Muss ich mit Lastmanagement auf Komfort verzichten?

Nein. Es geht nicht um Verzicht, sondern um Gleichzeitigkeit. Das E-Auto ist morgens trotzdem voll geladen, die Sauna wird trotzdem heiß, der Pool trotzdem warm – die Steuerung verteilt die Lasten nur intelligent über den Tag, sodass keine teuren Spitzen entstehen.

Was kostet ein Lastmanagement-System?

Das hängt von den vorhandenen Geräten und der gewünschten Automatisierung ab. Oft reicht überschaubare Zusatzhardware, da Wallbox, Wechselrichter und Wärmepumpe bereits Schnittstellen mitbringen. Wir analysieren Ihre Anlage und erstellen ein unverbindliches Angebot.

Sie sind Elektrobetrieb?

Ihre Kunden fragen nach Lastmanagement, Sie haben keine Kapazität für die Programmierung? Wir setzen die Logik als Subunternehmer um – in KNX oder Home Assistant, diskret im Hintergrund.

KNX-Planung für Elektrobetriebe

Jetzt vorbereiten – bevor die Spitzen teuer werden

Wir analysieren Ihre Verbraucher und zeigen Ihnen, wie viel Lastmanagement bei Ihnen bringt. Unverbindlich und verständlich erklärt.

Kostenlose Beratung anfragen ☎ +43 664 41 38 268