KNX-Hardware fürs Einfamilienhaus

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Die häufigste Frage, die uns Bauherren und Elektriker stellen: „Was brauche ich denn jetzt konkret an KNX-Geräten?“ Die Antwort im Internet ist meist entweder eine Werbebroschüre oder ein Forenthread mit 40 Meinungen. Hier ist die Liste, mit der wir ein typisches Einfamilienhaus planen, mit Stückzahlen, Begründung und den Fehlern, die wir regelmäßig ausbügeln müssen.

Erst die Funktionen, dann die Geräte

Bevor eine einzige Aktorklemme bestellt wird, muss klar sein, was das Haus können soll. Für ein Einfamilienhaus lässt sich das fast immer auf vier Gewerke reduzieren:

  • Beleuchtung: Welche Leuchten werden nur geschaltet, welche gedimmt? Gedimmt wird heute fast immer über DALI, dazu unten mehr. Gibt es RGBW- oder Tunable-White-Leuchten?
  • Beschattung: Raffstore, Rollläden oder Markisen? Jede Anlage braucht einen Kanal am Jalousieaktor.
  • Heizung: Fußbodenheizung mit Einzelraumregelung über KNX oder ein separates Heizkreisverteiler-System?
  • Sensorik: Wo wird gedrückt (Taster), wo soll es automatisch gehen (Präsenzmelder), was misst das Wetter?

Aus dieser Funktionsliste ergibt sich die Kanalzahl, und aus der Kanalzahl die Geräte. Wer es andersherum macht, kauft entweder zu viel oder muss später Aktoren nachrüsten, weil im Verteiler zwei Kanäle fehlen.

Praxistipp: Planen Sie 15 bis 20 Prozent Reserve bei den Aktorkanälen ein. Der Kanal für die Außensteckdose am Carport, an den beim Bau niemand gedacht hat, kostet später ein ganzes neues Gerät.

Die Grundausstattung: Ohne diese Geräte läuft nichts

1. Spannungsversorgung

Das Herz jeder KNX-Linie. Sie liefert die 29 V für den Bus und versorgt alle Teilnehmer. Die Faustregel: 10 mA pro Gerät. Eine Spannungsversorgung mit 640 mA reicht damit für bis zu 64 Teilnehmer, was gleichzeitig die maximale Anzahl an Geräten pro Liniensegment ist.

Achtung bei stromhungrigen Geräten: Glastaster mit Display, Präsenzmelder mit Konstantlichtregelung oder Raumcontroller mit Touchscreen ziehen deutlich mehr als 10 mA. Wir rechnen bei solchen Geräten mit dem Datenblattwert und addieren am Ende 20 Prozent Sicherheit. Für ein Einfamilienhaus mit 40 bis 55 Geräten ist die 640-mA-Version die richtige Wahl.

Unsere Empfehlung

MDT Spannungsversorgung 640 mA mit Diagnosefunktion

Zeigt Busstrom und Busspannung an und meldet Überlast über den Bus. Bei der Fehlersuche Gold wert, der Aufpreis zur Basisversion ist gering.

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2. IP-Router oder IP-Schnittstelle

Damit die ETS mit dem Bus reden kann, braucht es eine Schnittstelle. Es gibt zwei Varianten:

  • IP-Schnittstelle: Reine Programmierschnittstelle, in der Regel für bis zu vier gleichzeitige Verbindungen.
  • IP-Router: Kann alles, was die Schnittstelle kann, arbeitet zusätzlich als Linienkoppler zwischen IP und Twisted Pair und unterstützt KNXnet/IP-Routing über Multicast.

Der Unterschied im Preis liegt meist unter 100 Euro. Wir verbauen im Neubau fast ausschließlich den Router: Sobald eine Visualisierung wie Home Assistant, ein Sprachassistent oder unsere Fernwartung dazukommt, wollen mehrere Systeme gleichzeitig auf den Bus. Mit dem Router ist das kein Thema, mit der Schnittstelle wird es eng.

Unsere Empfehlung

MDT IP-Router mit KNX Secure

Router, Schnittstelle und Zeitserver in einem Gerät. Unterstützt KNX IP Secure, was bei Fernzugriff Pflicht sein sollte. Versorgt sich über den Bus, kein zusätzliches Netzteil nötig.

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3. Linienkoppler: Nur wenn Sie mehr als eine Linie haben

Ein Einfamilienhaus kommt praktisch immer mit einer einzigen Linie aus. Erst ab 64 Geräten oder bei getrennten Gebäudeteilen (Garage, Gartenhaus mit langem Kabelweg) lohnt eine zweite Linie mit Koppler. Wenn Sie ohnehin einen IP-Router einsetzen, übernimmt der diese Funktion für die Verbindung zur IP-Ebene.

Sensorik: Was den Bus zum Leben erweckt

Taster

Hier entscheidet sich Optik und Budget. Drei Kategorien haben sich bewährt:

  • Konventionelle Taster über Tasterschnittstelle: Günstigste Variante. Klassische Schalterprogramme, das KNX-Gerät sitzt in der Dose dahinter. Gut für Nebenräume, Abstellraum, Garage.
  • KNX-Taster mit 4 bis 8 Wippen: Mittelklasse, oft mit LED-Statusanzeige und integriertem Temperatursensor. Standard für Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad.
  • Glastaster mit Display: Zeigt Temperatur, Uhrzeit, Statusmeldungen, dient als Raumtemperaturregler. Für Wohnraum, Küche, Eingang.

Unser Tipp: Pro Raum ein Taster mit Temperatursensor, dann brauchen Sie keine separaten Raumthermostate für die Heizung. Das spart pro Raum ein Gerät und eine Busklemme.

Unsere Empfehlung

MDT Glastaster II Smart

Sechs frei belegbare Tastflächen, Farbdisplay, Temperatursensor und Raumtemperaturregler integriert. In fast jedem unserer Projekte verbaut, weil er in der ETS sauber parametrierbar und preislich vernünftig ist.

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Präsenzmelder

In Flur, Stiegenhaus, WC, Abstellraum und Garage ist ein Präsenzmelder dem Taster überlegen: Licht an beim Betreten, Licht aus nach Verlassen, kein Suchen nach dem Schalter. Achten Sie auf Modelle mit Helligkeitsmessung, sonst brennt tagsüber unnötig Licht. Für Wohnräume verwenden wir Melder nur als Ergänzung zum Taster, nie als Ersatz. Niemand will beim Fernsehen im Dunkeln sitzen, weil sich zehn Minuten niemand bewegt hat.

Wetterstation

Für die Beschattung unverzichtbar. Sie liefert Wind (Raffstore hochfahren bei Sturm), Helligkeit je Himmelsrichtung (Sonnenschutzautomatik) und Temperatur. Kompakte Modelle mit GPS-Zeitempfang sparen den separaten Zeitserver. Eine Wetterstation, an der Fassade montiert, kostet weniger als ein einziger zerstörter Raffstore nach einem Sommergewitter.

Aktorik: Die Geräte im Verteiler

Aktoren schalten die Lasten. Sie sitzen im Verteiler auf der Hutschiene und werden nach Kanälen gezählt. Die wichtigsten Typen:

AktortypWofürWorauf achten
SchaltaktorLeuchten ein/aus, Steckdosen, Pumpen16-A-Relais mit Einschaltstrom-Reserve (C-Last) für LED-Treiber. 8-, 12- oder 16-fach.
KNX-DALI-GatewayAlle gedimmten Leuchten, auch RGBW und Tunable WhiteEin Gateway für bis zu 64 DALI-Treiber. Jede dimmbare Leuchte bekommt einen DALI-Treiber, das Gateway übersetzt zwischen KNX und DALI.
Dimmaktor (Ausnahme)Einzelne dimmbare 230-V-Leuchten ohne DALI-TreiberNur noch für Sonderfälle, etwa eine Bestandsleuchte mit Retrofit-LED. Phasenabschnitt, LED-tauglich, meist 4-fach.
JalousieaktorRaffstore, Rollläden, MarkisenEin Kanal pro Antrieb. Mit Lamellenverstellung für Raffstore. 4- oder 8-fach.
HeizungsaktorStellantriebe der FußbodenheizungEin Kanal pro Heizkreis, nicht pro Raum. Große Räume haben oft zwei oder drei Kreise.
Universalaktor / BinäreingangFensterkontakte, Türklingel, konventionelle TasterAls Kombigerät oder separater Binäreingang. Fensterkontakte sind der günstigste Weg zu „Heizung aus bei offenem Fenster“.

Häufiger Fehler: Heizungsaktor-Kanäle nach Räumen statt nach Heizkreisen zählen. Ein 45-m²-Wohn-Ess-Bereich hat am Verteiler oft drei Kreise. Wer hier acht Kanäle für acht Räume kauft, hat am Ende zu wenig.

Dimmen läuft über DALI, nicht über Dimmaktoren

Vor zehn Jahren saß für jede gedimmte Leuchte ein Kanal am Dimmaktor. Heute ist das die Ausnahme. In fast allen unserer Projekte wird über DALI gedimmt: Jede dimmbare Leuchte bekommt einen DALI-Treiber (bei LED-Einbauspots und Profilen ist der oft schon dabei), alle Treiber hängen an einer zweiadrigen DALI-Leitung, und ein KNX-DALI-Gateway im Verteiler verbindet das Ganze mit dem Bus.

Die Vorteile in der Praxis:

  • Sauberes Dimmen bis 1 Prozent ohne Flackern, weil der Treiber direkt zur Leuchte passt. Kein Rätselraten, ob Dimmaktor und LED zusammenarbeiten.
  • Ein Gateway statt mehrerer Dimmaktoren. Bis zu 64 Leuchten pro Gateway, jede einzeln adressierbar, in 16 Gruppen zusammenfassbar.
  • Farbe und Lichtfarbe inklusive. RGBW und Tunable White laufen über DALI-DT8-Treiber am selben Gateway, ein separater LED-Controller entfällt.
  • Flexibel nach dem Bau. Welche Leuchte zu welcher Gruppe gehört, wird in der Software festgelegt, nicht in der Verdrahtung.

Der Preis dafür: eine zusätzliche DALI-Leitung zu jeder gedimmten Leuchte (in der Praxis ein fünfadriges Kabel, zwei Adern für DALI) und die Inbetriebnahme des DALI-Busses, bei der jeder Treiber adressiert wird. Der klassische Dimmaktor bleibt für Sonderfälle, etwa eine Bestandsleuchte mit Retrofit-LED-Lampe.

Unsere Empfehlung

MDT DALI Control 64 Gateway

Für bis zu 64 DALI-Treiber und 16 Gruppen, DALI-2-zertifiziert, mit HSV-Farbsteuerung und Tunable White über DT8. Inbetriebnahme des DALI-Busses direkt aus der ETS. Unser Standard-Gateway im Einfamilienhaus.

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Beispiel-Stückliste: Einfamilienhaus, 140 m², 8 Räume

Als Referenz ein Haus, wie wir es regelmäßig planen: Erdgeschoss mit Wohn-Ess-Küche, Büro, WC, Technikraum, Obergeschoss mit Schlafzimmer, zwei Kinderzimmern und Bad. Fußbodenheizung, elektrische Raffstore an allen Fenstern, teilweise gedimmtes Licht.

KomponenteStückAnmerkung
Spannungsversorgung 640 mA1Mit Diagnose
IP-Router1Für ETS, Visualisierung, Fernwartung
Schaltaktor 16-fach2ca. 26 geschaltete Kreise + Reserve
KNX-DALI-Gateway1ca. 18 gedimmte Leuchten in Wohnen, Essen, Küche, Schlafen, Bad, inkl. RGBW-Profile über DT8
DALI-Treiberca. 18Je gedimmte Leuchte einer, meist Teil der Leuchte. Zählen nicht als KNX-Teilnehmer.
Jalousieaktor 8-fach214 Raffstore + 2 Reserve
Heizungsaktor 8-fach213 Heizkreise + Reserve
Binäreingang 16-fach1Fensterkontakte, Klingel, Garagentor
Glastaster mit Display4Wohnen, Küche, Eingang, Schlafen
KNX-Taster 4-fach mit Temperatursensor5Kinderzimmer, Bad, Büro, WC, Gang OG
Tasterschnittstelle 4-fach3Technik, Garage, Abstellraum (konventionelle Taster)
Präsenzmelder5Flur EG, Stiege, Gang OG, WC, Garage
Wetterstation1Mit GPS für Uhrzeit und Sonnenstand

Das ergibt rund 28 KNX-Busteilnehmer, die DALI-Treiber hängen am Gateway und belasten den KNX-Bus nicht. Deutlich unter 64, eine Linie reicht, und die 640-mA-Versorgung hat Reserve für spätere Erweiterungen wie Bewässerung, Garagentorsteuerung oder eine zweite Wetterstation am Pool.

Was kostet das?

Für die Stückliste oben liegt die reine KNX-Hardware, je nach Hersteller und Tasterausstattung, zwischen etwa 6.000 und 10.000 Euro netto. Die große Spreizung kommt fast ausschließlich von den Tastern: Ein Glastaster mit Display kostet ein Vielfaches einer Tasterschnittstelle mit konventionellem Schalter. Aktoren im Verteiler sind vergleichsweise günstig pro Kanal. Die DALI-Treiber sind in dieser Zahl nicht enthalten, sie gehören zur Leuchte und werden mit der Beleuchtung kalkuliert.

Nicht in dieser Zahl enthalten: die Elektroinstallation selbst (Busleitung, Verteiler, Verkabelung), die Programmierung in der ETS und eine eventuelle Visualisierung. Wenn Sie den Vergleich mit einer konventionellen Installation ziehen, rechnen Sie ehrlich: Auch dort kosten Raffstore-Schalter, Raumthermostate, Bewegungsmelder und Dimmer Geld. Der KNX-Aufpreis liegt bei einem Haus dieser Größe in der Praxis meist bei 20 bis 30 Prozent der Elektroinstallation, nicht beim Doppelten, wie manche Elektriker behaupten, die KNX lieber nicht anbieten.

Die ETS: Ohne Software keine Anlage

Alle KNX-Geräte werden mit der ETS (Engineering Tool Software) der KNX Association programmiert. Es gibt keinen Weg daran vorbei. Die aktuelle Version ist die ETS 6 in drei Lizenzstufen:

  • ETS 6 Lite: bis 20 Geräte. Für ein Haus zu klein.
  • ETS 6 Home: ein Projekt mit bis zu 64 Geräten. Reicht für die meisten Einfamilienhäuser.
  • ETS 6 Professional: unbegrenzt. Für Elektrobetriebe und Integratoren.

Wer selbst programmieren will, braucht neben der Lizenz vor allem Zeit für die Einarbeitung. Der aufwendigste Teil ist nicht die Parametrierung der Geräte, sondern eine saubere Struktur der Gruppenadressen. Ist die verpfuscht, wird jede spätere Änderung zur Sucharbeit. Eine bewährte Struktur für Einfamilienhäuser können Sie sich mit unserem kostenlosen KNX Gruppenadressen-Generator erzeugen lassen.

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Genau die Stückliste aus diesem Artikel, in der ETS 6 komplett parametriert: Gruppenadressen, Geräte, Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Zentralfunktionen. Öffnen, Adressen anpassen, programmieren.

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Die fünf häufigsten Planungsfehler

  1. Keine Reserve im Verteiler. Sowohl bei Aktorkanälen als auch beim Platz auf der Hutschiene. Planen Sie eine Reihe mehr, als Sie heute brauchen.
  2. Busleitung nur zu den Tastern. Die grüne KNX-Leitung gehört auch zu jedem Fenster (Kontakt), zur Haustür, in die Garage und an die Fassade (Wetterstation). Nachträglich ist das Schlitzarbeit.
  3. Präsenzmelder an der falschen Stelle. Direkt über der Tür erfasst der Melder den Flur mit, im Bad hinter der Duschwand sieht er nichts. Erfassungsbereich im Datenblatt prüfen, nicht schätzen.
  4. Leuchten ohne DALI-Treiber bestellt. Der Bauherr kauft die schönen Spots im Möbelhaus, und sie haben einen fixen Treiber ohne DALI. Dann bleibt nur der Dimmaktor, und ob der mit dem Treiber flackerfrei arbeitet, ist Glückssache. Leuchten immer mit „DALI-Treiber“ oder „DALI-2“ in der Spezifikation ausschreiben.
  5. Fernwartung nicht vorgesehen. Ein IP-Router und ein Netzwerkanschluss im Verteiler kosten fast nichts. Ohne beides muss für jede Szenenänderung jemand kommen. Mehr dazu auf unserer Seite zur KNX-Wartung und Fernwartung.

Fazit

Ein Einfamilienhaus braucht keine exotische KNX-Hardware. Spannungsversorgung, IP-Router, ein DALI-Gateway für alles Gedimmte, Schalt-, Jalousie- und Heizungsaktoren nach Kanalzahl, pro Raum ein Taster mit Temperatursensor, Präsenzmelder in den Durchgangsräumen und eine Wetterstation. Entscheidend ist nicht die Menge der Geräte, sondern dass die Funktionsliste vorher steht und im Verteiler Reserve bleibt.

Wenn Sie die Planung nicht selbst machen wollen: Wir erstellen Stücklisten und ETS-Projekte auch für Elektrobetriebe, die KNX nicht im Tagesgeschäft haben. Details dazu auf unserer Seite KNX-Planung für Elektrobetriebe.

Häufige Fragen

Wie viele KNX-Geräte passen an eine Spannungsversorgung mit 640 mA?

Als Faustregel rechnet man mit 10 mA pro Busteilnehmer. Eine 640-mA-Spannungsversorgung reicht damit für bis zu 64 Geräte, was zugleich die maximale Anzahl an Teilnehmern pro Liniensegment ist. Geräte mit höherem Stromverbrauch wie Glastaster mit Display oder Präsenzmelder verringern die mögliche Anzahl.

Brauche ich einen KNX-IP-Router oder reicht eine IP-Schnittstelle?

Für ein Einfamilienhaus mit einer Linie reicht technisch eine IP-Schnittstelle zum Programmieren. Ein IP-Router kostet nur wenig mehr, kann zusätzlich als Linienkoppler und für Visualisierungen wie Home Assistant genutzt werden und erlaubt mehrere gleichzeitige Verbindungen. Wir setzen im Neubau fast immer den Router ein.

Was kostet die KNX-Hardware für ein Einfamilienhaus?

Für ein Einfamilienhaus mit rund 140 m² und acht Räumen liegt die reine Hardware für Licht, Jalousien und Heizung je nach Tasterausstattung meist zwischen 6.000 und 10.000 Euro netto. Die Programmierung und die Installation kommen dazu.

Brauche ich für gedimmtes Licht Dimmaktoren oder DALI?

Im Neubau fast immer DALI. Jede dimmbare Leuchte bekommt einen DALI-Treiber, ein KNX-DALI-Gateway im Verteiler verbindet bis zu 64 Treiber mit dem KNX-Bus. Das dimmt flackerfrei, deckt RGBW und Tunable White mit ab und ist flexibler als fest verdrahtete Dimmkanäle. Dimmaktoren bleiben die Ausnahme für einzelne Leuchten ohne DALI-Treiber.

Welche ETS-Lizenz brauche ich für ein Einfamilienhaus?

Die ETS 6 Home erlaubt ein Projekt mit bis zu 64 Geräten und reicht für die meisten Einfamilienhäuser mit einer Linie. Wer mehr Geräte oder mehrere Projekte verwalten will, braucht die ETS 6 Professional.

JG

Jürgen Grüblinger ist Geschäftsführer der ElektroTechnik Grüblinger GmbH in Wels und zertifizierter KNX-Partner. Er plant und programmiert KNX-Anlagen für Bauherren und als Subunternehmer für Elektrobetriebe in ganz Österreich.

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